Zeitungen und Magazine: e-Paper oder Print-Ausgabe?

Die Zeit ist reif, einen Teilaspekt meiner Meinung zu digitalen Medien und e-Paper-Versionen von Tageszeitungen zu äußern. An anderer Stelle oder stets in Kommentaren zu Artikeln dieses Themas vertrete ich die Position, dass e-Paper-Ausgaben mindestens zwei entscheidende Vorzüge gegenüber ihren Print-Pendanten bieten. Dass Verlage längst zumindest eine App für iPad und iPhone bereitstellen, ist gewiss nichts Neues. Diese Apps stehen ihren Printversionen in keinem Aspekt nach – okay, die Haptik einer Zeitung geht weitgehend flöten -, abgesehen davon, dass sie über ein Netzwerk heruntergeladen werden müssen und meistens um einige Cent bis Euro günstiger sind. Halten wir also fest, obwohl ich über kein herkömmliches Abonnement verfüge, kann ich gleichzeitig mehrere Ausgaben meiner Zeitungen mit mir führen und bei Bedarf, sofern ein Netzwerk verfügbar ist, auch noch weitere hinzufügen. Gleichwohl benötige ich dafür signifikant weniger Platz in meiner Tasche, von den multimedialen Funktionen und damit subtiler ausgestalteten Artikeln sei abgesehen. Mein persönliches Leseerlebnis ist mithin allenfalls verbessert denn geschmälert.

Vorteile eines digitalen Zeitungsabonnement

Des Weiteren quillt mein Regal bei weitem weniger über, weil der einzige Speicher, der voller wird, der meines iPads ist. Ich konsumiere folglich munter meine Zeitungen und Magazine, brauche keinen physikalischen Platz und kann alte Printausgaben getrost ins Altpapier geben. Obgleich Printausgaben freilich ihre Vorteile haben, sind wir doch einig, dass das Aufbewahren selbiger unweigerlich einen Messi-Trieb befeuert, da in Ausgabe X ein Artikel sein könnte, den man irgendwann brauchen könnte. Das penible Ausschneiden ist eben doch irgendwie 1998. Was tun? Den ganzen Mist ohne Rücksicht auf Verluste ins Altpapier abgeben und zu einem digitalen Abonnement wechseln. Daraus ergibt sich auch eine Suchfunktion, womit man Archive unter einem Schlagwort durchforsten kann. So lässt sich genau der Artikel finden, den man entweder gesucht oder erst gar nicht gelesen hat, der sich jedoch als lesenswert herausstellen könnte. Mein iPad hat mir auf diese Weise gewiss tonnenweise Altpapier erspart, die Anzahl der Medien hat sich im Verlauf jedoch deutlich gesteigert. Gleichwohl entsteht eine gewisse Reizüberflutung, der Drang möglichst alles zu lesen, anstatt selektiv vorzugehen und zwischen reinem Eigennutz, Interesse und Notwendigkeit zu unterscheiden. Wie dem auch sei, ich bin glücklich mit der jetzigen Lösung. Toll ist auch, dass ich in Deutschland über mein iPad Fortune, Men’s Health (US) sowie WSJ abonnieren kann. Ein Hoch auf die Globalisierung der Medienwelt.