Mein erster Eindruck vom iPhone 4

Ja, ich habe es getan. Dieses Jahr scheint zumindest für mich zum großen Jahr des Apfels zu avancieren. Nachdem ich mich jüngst erst mit einem iMac und iPad eingedeckt habe, gesellt sch nun auch ein iPhone 4 zur netten Runde des angebissenen Apfels. Ich dachte mir, jetzt, wo ich mir doch vorgenommen habe kontinuierlich über Allerlei für mich Interessantes zu bloggen, an dieser Stelle meine Gedanken zur neuen iPhone-Generation kurz darzulegen.

iPhone 4

Die Verpackung kommt ziemlich unscheinbar daher, eine kleine, schmale Apple-Verpackung eben. Ist diese erstmal geöffnet, kommt Apples Prunkstück hervor. Es macht schon aus der Verpackung heraus einen sehr wertigen, eleganten Eindruck, der sich zunehmend verstärkt, sobald es dann wirklich in den Händen liegt. Mir war schon klar, dass die neueste iPhone-Generation was Optik und Verarbeitung angeht wohl sehr qualitativ ausgefallen ist – aber Bilder und Videos sind nichts gegenüber einem eigenen Fühlen und Nutzen. Ich fand das iPhone zwar schon immer cool, aber das iPhone 3GS hat in puncto Ergonomie und insbesondere Akku-Laufzeit einfach nie mein Interesse wecken können. Insbesondere die Abrundung empfand ich zuweilen als sehr unglücklich – mir ist das ein oder andere iPhone schon beinahe aus der Hand geflogen.

Wenn wir also vom iPhone 4 sprechen, dann ist es meiner Ansicht nach nicht übertrieben zu sagen, dass das iPhone 4 in seiner aktuellen Fassung endlich erwachsen geworden ist. Der Aluminium-Rahmen ringsherum und die darauf montierten Glasplatten machen schlicht und ergreifend optisch was her und verhärten das Empfinden von hoher Qualität, aber auch unter der Haube hat sich einiges getan.

Retina-Display

Allen voran das Retina-Display. Liebe Leute, entschuldigt, wenn hier das Gefühl aufkommt, ich würde aus Fanboy-Perspektive schreiben. Aber eines kann ich ohne ein Blatt vor den Mund sagen. Das Display ist einsame Klasse was Schärfe und Farben angeht und habe ich so bisher auch noch nicht gesehen – kein Vergleich zu Vorgängern. Da will ich mein iPad eigentlich schon fast gar nicht mehr. Denn lesen lässt sich da doch besser, als gedacht. Kurzum Apple hält das, was sie explizit bewerben.

Eine positive Überraschung war für mich die Akku-Laufzeit und die Kamera. Trotz intensivem „herumgespiele“ mit dem iPhone sind nach wie vor knapp 50 Prozent der Akkuleistung übrig, wenn das so bleibt, dann bin ich wirklich zufrieden. Seit kurzem kann ich dank vorhandenem Equipment professionell oder besser semiprofessionell fotografieren, weiß also, wie das ein oder andere Motiv auszusehen hat. Ich bin dementsprechend skeptisch an die Kamera im iPhone 4 herangegangen. Mein Fazit nach ersten Fotografien: Ich bin hellauf begeistert. Für diese Größe können wirklich tolle Schnappschüsse im Freien gemacht werden und auch für den ein oder anderen Urlaub mit Sicherheit absolut ausreichend.

Nicht so toll

Schon nach erstem Gebrauch war das iPhone schon von Fingerabdrücken und Staubkörnern übersät. Ich bin leider ein kleiner Fanatiker, was zur Folge hat, dass ich ständig damit beschäftigt bin das iPhone vom „Dreck“ zu befreien. Der Langzeittest muss da einfach mehr zeigen, das möchte ich an dieser Stelle nicht eindeutig beurteilen.

Der Todesgriff („Death Grip“) funktioniert auch bei meinem iPhone. Ein Drücken auf den linken, unteren Antennenstreifen bewirkt zunächst einmal gar nichts, wenn man es dagegen in der linken Hand hält, dauert es nur wenige Minuten und das Netz ist gnadenlos weg. Ich bin Rechtshänder, insofern ist der geschilderte Fall kein Problem, aber Apple muss sich den Schuh bezüglich des Antennenproblems ganz klar anziehen, weil das darf in dieser Form nicht bei einem 600-Euro-Gerät auftreten.

Erstes Fazit

Ich muss gestehen, dass ich doch schon vor Kauf sehr überzeugt von diesem Gerät war, also eventuell berechtigte Kritiken erstmal außenvorgelassen. Meine Erwartungen wurden wirklich erfüllt. Ich habe endlich ein Smartphone in der Hand, dass nicht nur funktional, sondern auch optisch richtig was hermacht. Das Display, Akkulaufzeit und nicht zu vergessen das Design tun ihr übriges. Ich möchte gar nicht allzu lange ausholen, das kommt in meinem ausführlichen Testbericht. Wer bisher kein iPhone hatte, kann hier wirklich bedenkenlos zugreifen – okay, außer Mann/Frau ist Linkshänder.