Geilomato: Amazon Kindle übertrifft sämtliche Erwartungen

Am Zahn der Zeit ziehe ich ständig und überall. Vor allem Technikkram jeder Menge Unternehmen, der allmählich aus den USA nach Deutschland überschwappt kommt bei mir ins Testlabor. Momentan im Langzeittest: Der Amazon Kindle*!

Um eines im vorhinein klarzustellen, ich bin ein Verfechter des guten alten, physikalisch messbaren Buchfeelings – jener Duft der frischgedruckten Seiten eines Printbuches, das analoge Umblättern der Seiten sowie der zeitlose Unabhängigkeitsfaktor (was tun wenn der Strom knapp wird oder das Angebot versiegt?). Hellauf begeistert bin ich allerdings ebenso vom E-Ink-Display des Amazon Kindle. Sicher, andere Hersteller bieten auch einen eBook-Reader an, obendrein mit ePub-Unterstützung, was übrigens einer der Nachteile des Amazon Kindle ist. Aber um nochmal zum Anfang dieser Zeilen zurückzukehren, ich lese seit einigen Tagen fast ununterbrochen auf und mit dem Amazon Kindle – ich kann einfach nicht genug bekommen. Das kontrastreiche, schwarz-weiße und damit auf das Wesentliche – OHNE Touchscreen – reduzierte Display bringt wirklich unheimlichen Lesespaß. Das Gerät kostet sogut wie keinen Platz, Geld (139 Euro (Wifi)) und verfügt über eine tagelang andauernde Akkulaufzeit. Insgesamt ist es auch die Ergonomie sowie Größe des Gerätes, die mich momentan so fesseln. Außerdem ist es einfach unglaublich vielseitig, beispielsweise sind Englische Bücher erheblich günstiger und damit erheblich attraktiver als ihre deutschen Pendanten, weil sie eben nicht direkt der deutschen Buchpreisbindung unterliegen. Auf der anderen Seite bietet zum Beispiel die FAZ eine für das Kindle-optimierte Ausgabe ihrer Tageszeitung an, die sich ausgesprochen gut handhaben und lesen lässt.

Ein großer Nachteil im deutschen Amazon Kindle Angebot ist tatsächlich die Buchpreisbindung. Obwohl man doch meinen sollte, das ein solches eBook in der Produktion (abgesehen vom Autorenhonorar) umsonst, damit also günstiger sein müsste. Falsch gedacht, eBooks sind momentan nur wenige Euros unter der identischen Printfassung erhältlich, was mich schlichtweg nicht zum Kauf verleitet. Das ist schade, weil ich ja doch einer dieser „Mister Einprozent“ bin, die sogar bereit sind dafür Geld auszugeben. Alles in allem ist das Amazon Kindle ein sehr durchdachtes Produkt, das ich schon nach wenigen Tagen im Dauereinsatz nicht mehr missen möchte.

Das soll es mit meinem ersten Eindruck gewesen sein. Den ausführlichen Test werdet ihr selbstverständlich bei Slatetalk.de lesen.

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